Linkstruktur

Die Linkstruktur vom Webseiten umfasst die beiden Bereiche der internen Verlinkung und der eingehenden externen Backlinks. Die Suchmaschinen gewichten diese beiden Bereiche unterschiedlich. Die externe Linkstruktur ist ein Ausweis für die Authority und den Trust der Seite, denn viele andere Webmaster verlinken offensichtlich auf sie, was freilich relativ zu betrachten ist, weil auch ein gezieltes Backlinkbuilding etwa über Landingpages oder PR durch den Webmaster der betreffenden Seite selbst möglich ist.

Aber grundsätzlich betrachten die Suchmaschinenalgorithmen eingehende Backlinks als Beweis für die Anerkennung einer Seite durch das externe Publikum. Die internen Links hingegen dienen der Usability auf der Seite, sie nutzen dem User. Außerdem vererben sie Linkjuice.

Externe Linkstruktur

Die externe Linkstruktur aus Backlinks repräsentiert grundsätzlich eine Empfehlung der Seite durch andere Webseiten. Dabei spielt es für die Suchmaschinenalgorithmen zunächst einmal keine Rolle, wer diese externen Seiten betreibt. Es darf sich nur nicht um verbotene, inhaltsleere Linkfarmen handeln. Aufgrund dieses grundsätzlichen Ansatzes können Webmaster durchaus Linkbuilding mit eigenen Landingpages und weiteren Satellitenseiten betreiben. Die Suchmaschinenalgorithmen bewerten allerdings die Linkstruktur der externen Links. Dabei spielen folgende Aspekte eine Rolle:

  • Von welchen externen Seiten kommen die Backlinks? Welche Autorität und Vertrauenswürdigkeit bringen diese Seiten mit?
  • Stammen Backlinks aus unterschiedlichsten Quellen?
  • Sind die Seiten, von denen die Backlinks stammen, themenrelevant? Ist dies in den Ankertexten der Backlinks ersichtlich?
  • Wie ist das Backlinkwachstum beschaffen? Wächst die Zahl der eingehenden Links kontinuierlich, also auf relativ natürliche Weise?

Diese Fakten sind für die Algorithmen interessant, weil es darum geht, Manipulationen mit gekauften Backlinks zu unterbinden. Diese sind gerade dadurch zu erkennen, dass sie von wenig vertrauenswürdigen Seiten und häufig aus nur sehr wenigen Quellen stammen. Außerdem gibt es urplötzlich sehr viele von ihnen, was ein unnatürliches Backlinkwachstum darstellt und für die Googlealgorithmen immer ein Indiz für eine Manipulation ist. In vielen Fällen haben die verlinkenden Seiten bei solchen Manipulationen thematisch gar nichts mit der verlinkten Seite zu tun.

Webmaster können sich eine exzellente Backlinkstruktur aufbauen, indem sie auf ihrer Seite hervorragenden Content bieten. Allerdings dürfen sie auch wie erwähnt aktives Linkbuilding betreiben, jedoch müssen die Satellitenseiten (Landingpages, Blogs, Presseportale, Social Media), von denen aus sie Backlinks auf ihre Hauptseite schicken, selbst hochwertigen Content aufweisen. Dies akzeptieren die Suchmaschinenbetreiber. Es gibt auch Methoden, andere Webmaster oder User zum freiwilligen Setzen eines Backlinks zu motivieren. Die Basis ist und bleibt hierfür hochwertiger Content auf der Webseite, der sich wirklich empfehlen lässt.

Interne Links

Die internen Links haben die beiden Funktionen, den User durch die Webseite zu führen und den Bots der Suchmaschinen Hinweise darauf zu liefern, welche Rolle jede Unterseite im Gesamtgefüge der Domain spielt. Daher ist die interne Linkstruktur ebenfalls sehr bedeutsam. Sie sollte auf jeden Fall von einer Sitemap ausgehen, also einem Inhaltsverzeichnis mit Links zu den Unterseiten.

In manchen Fällen enthalten mehrere Unterseiten identische oder sehr ähnliche Inhalte, was dem Grundsatz widerspricht, Duplicate Content zu vermeiden, aber für viele Onlineshops kaum anders machbar ist. Für die Crawler der Suchmaschinen können solche internen Links mit nofollow-Attributen versehen oder in einer robots.txt zusammengefasst werden, damit sie die Bots nicht indexieren und damit auch keinen Duplicate Content identifizieren. Das ist so gewollt, Google empfiehlt es in seinen Webmaster-Guidelines. Ansonsten spielen diese Faktoren für die internen Links eine Rolle:

  • Ankertexte: Diese sind ein Hinweis für den Nutzer und den Crawler, welchen Inhalt die Zielseite (Unterseite) hat. Jeder interne Link soll einen einzigartigen Ankertext bekommen.
  • Links ab Startseite auf eine Unterseite: Die Startseite der Domain hat in der Regel die größte Linkpower. Von ihr abgehende interne Links (das sind beispielsweise alle Links in der Sitemap) erhöhen die Relevanz derjenigen Unterseite, auf die sie verweisen. Es gibt natürlich auch interne Links zwischen einzelnen Unterseiten, die meistens nicht so stark wirken.
  • Position von internen Links im Quelltext: Je höher ein Link im Quelltext der Seite platziert ist, als desto relevanter nehmen ihn die Suchmaschinenbots wahr.
  • Zahl von internen Links: Diese Zahl korreliert umgekehrt mit dem Linkjuice. Je mehr interne Links eine Seite verwendet, desto weniger Linkjuice kann ein einzelner Link weitergeben.

Eine Empfehlung von Google lautet, nicht mehr als 100 interne Links zu setzen. Das hängt auch mit dem Crawling Budget zusammen, das eine Seite hat. Die Crawler folgen nur einer begrenzten Anzahl von internen Links. Optimieren lässt sich die interne Linkstruktur zudem durch eine flache Hierarchie. So gilt es als wenig hilfreich, auf einer Unterseite nochmals eine Sitemap zu x weiteren Unter-Unterseiten zu installieren. Das erzeugt eine zu hohe Klicktiefe, welche weder die User noch die Bots mögen.

Des Weiteren setzen viele Webmaster auch interne Links in Texte hinein, mit denen sie auf weiterführende Informationen verweisen. Das ist natürlich grundsätzlich in Ordnung, soll aber nicht übertrieben werden und auch den Lesefluss nicht beeinträchtigen. Eine sehr gute interne Linkstruktur ergibt sich durch ein Keyword-Mapping, bei dem jede URL der Unterseiten ein Hauptkeyword enthält.

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