Quality Rater Guidelines

Bei den Quality Rater Guidelines handelt es sich um umfangreiche Richtlinien für die manuelle Überprüfung von Webseiten. Google gibt diese Guidelines an seine Rater (Search Quality Evaluators) heraus. Deren Ergebnisse dienen der Verbesserung der Googlealgorithmen.

Was ist über die Quality Rater Guidelines bekannt?

Sie sollen eigentlich nicht an die Öffentlichkeit gelangen, jedoch werden gelegentlich geleakte Versionen davon anonym ins Internet gestellt. Im Übrigen existieren wie immer hierzu Hypothesen in der SEO-Szene. Grundsätzlich scheinen sie für die Entwicklung der Googlealgorithmen sehr hilfreich zu sein, denn die Suchmaschine liefert seit Jahren immer bessere Suchergebnisse. Das liegt an der Weiterentwicklung ihrer Algorithmen, wozu die Quality Rater Guidelines mit Sicherheit beigetragen haben.

Zwar können auch die Googlebots Webseiten hinsichtlich ihrer Linkstruktur, ihres Aufbaus und sogar ihres Contents bewerten, doch Menschen haben auf einige Aspekte einen noch genaueren Blick. Dabei überprüfen die Search Quality Evaluators nicht primär vorhandene Webseiten, sondern eher die Effizienz der existierenden Algorithmen. Das ist eine Basis für künftige Updates.

Es soll mehrere Tausend dieser Mitarbeiter geben. Sie richten sich nach den Guidelines, die nach einschlägigen Erkenntnissen der SEO-Szene aus einer Page Quality und einer Utility Rating Guideline bestehen. Die Arbeit der Rater führt zur Klassifizierung von Webseiten in fünf Stufen. Für die Verbesserung der Algorithmen ist der Vergleich dieser Stufen interessant:

  • #1 Highest Quality Pages: Diese erfüllen Nutzererwartung besonders gut.
  • #2 High Quality Pages: Sie erfüllen den angedachten Zweck, die Nutzer sind überwiegend zufrieden.
  • #3 Medium Quality Pages: Auf diesen Seiten sind prinzipiell keine Fehler festzustellen, doch sie weisen auch keinen besonderen Content auf.
  • #4 Low Quality Pages: Solche Seiten erfüllen ihren Zweck unzureichend bis gar nicht, die Nutzer sind überwiegend unzufrieden.
  • #5 Lowest Quality Pages: Diese Seiten schaden definitiv dem User. Sie enthalten praktisch keinen Mehrwert und zeichnen sich überdies durch eine schlechte Usability aus.

Welche Bewertungskriterien enthalten die Quality Rater Guidelines?

Bekannt ist, dass der Content nach unterschiedlichen Aspekten bewertet wird. So stufen die Rater wohl den Main Content (Text, Bilder, Videos und Grafiken) ein, der den eigentlichen Inhalt der Webseite repräsentiert, aber auch den Supplementary Content, der für die gute User Experience sorgt. Des Weiteren bewerten sie das Verhältnis von eigentlichem Inhalt und Werbung auf der Webseite, außerdem die rechtlichen Hinweise (beispielsweise das Vorhandensein eines Impressums), die Navigation und die Kontaktmöglichkeiten zum Betreiber.

Google legt zudem großen Wert auf die Pflege einer Webseite, ob alle Links funktionieren und sich die Seite mit jedem gängigen Browser aufrufen lässt. Das Webdesign sollte funktional sein. Ein weiterer Aspekt ist die Reputation der Webseite, welche die Rater anhand von externen Quellen checken. Selbstverständlich fließt auch E-A-T (Expertise, Authority, Trustworthiness) in die Bewertung mit ein. Hinsichtlich der Nutzerfreundlichkeit prüfen die Rater, ob die Seite bei der Eingabe ihres Hauptkeywords im „Result Block“ der SERPs zu finden ist.

Es gibt fünf Abstufungen für die Bewertung, wie gut eine Seite entsprechend der Nutzerintention (die sich aus der Keywordeingabe erschließt) zu finden ist (aufsteigend):

  • off-topic oder useless
  • slightly relevant
  • relevant
  • useful
  • vital

Weitere Aspekte sind verbotene Inhalte und der lokale Bezug bei der Suche, der aber nicht für jede Webseite wichtig ist.

Wie hilft die Kenntnis der Quality Rater Guidelines bei der SEO?

Wer die Guidelines kennt, weiß für die eigene Suchmaschinenoptimierung, was sich Google eigentlich vorstellt. Allerdings kommunizieren die Verantwortlichen des Suchmaschinenbetreibers auch in den Webmaster Guidelines entsprechende Grundsätze. Dennoch ist es interessant, dass sich tatsächlich Mitarbeiter Webseiten anschauen und klassifizieren. Selbstverständlich machen sie das nicht mit jeder Seite, nicht einmal mit einem Bruchteil aller Seiten. Sie verschaffen sich nur ein Bild davon, was für den Nutzer hilfreich und was schädlich ist.

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