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DNS Records einer Domain prüfen

Der DNS Checker löst wichtige öffentliche Einträge einer Domain auf: A, AAAA, CNAME, MX, NS, TXT, SOA, CAA sowie erkannte SPF- und DMARC-Richtlinien. TTL-Werte, Mailserver-Prioritäten und verständliche Hinweise erleichtern technische SEO-, Hosting- und E-Mail-Diagnosen.

Öffentliche DNS-Daten · kurze Zwischenspeicherung · kein Login

Was ist DNS und warum ist es für Websites wichtig?

Das Domain Name System übersetzt lesbare Domainnamen in technische Ziele. Ein Browser fragt beispielsweise nach der IP-Adresse einer Website, ein Mailserver nach dem zuständigen MX-Record. Nameserver teilen mit, welche Systeme autoritative Antworten geben. Ohne funktionierende DNS-Auflösung können Nutzer, Suchmaschinen-Crawler und andere Dienste die gewünschte Infrastruktur nicht zuverlässig erreichen.

Für SEO ist DNS vor allem eine technische Voraussetzung. Ein falscher A-Record, eine veraltete IPv6-Adresse oder ein unbeabsichtigter CNAME kann die Domain auf einen falschen Server lenken. Die Folgen reichen von Timeouts und Zertifikatsfehlern bis zu falschen Redirects, 5xx-Antworten und nicht erreichbaren Seiten. Solche Probleme verhindern Crawling oder verschlechtern die Nutzererfahrung, obwohl Meta-Daten und Content korrekt sein können.

DNS Record-Typen verständlich erklärt

A und AAAA

A verbindet einen Hostnamen mit einer IPv4-Adresse, AAAA mit einer IPv6-Adresse. Wenn beide existieren, sollten beide Ziele die Website korrekt ausliefern. Fehler nur auf IPv6 bleiben sonst leicht unbemerkt.

CNAME

Ein Alias verweist einen Hostnamen auf einen anderen Namen, beispielsweise eine Subdomain auf ein CDN. Am selben Namen sollte ein CNAME nicht mit anderen regulären Records konkurrieren.

MX

MX-Records bestimmen die Mailserver einer Domain. Niedrigere Prioritätswerte werden bevorzugt. Fehlende MX-Einträge sind unkritisch, wenn die Domain bewusst keine E-Mails empfangen soll.

NS und SOA

NS nennt die autoritativen Nameserver. SOA enthält Verwaltungs- und Zoneninformationen, darunter Serial und Zeitwerte. Sie sind zentral für konsistente DNS-Antworten.

TXT, SPF und DMARC

TXT transportiert frei definierte Informationen. SPF autorisiert Mail-Absender; DMARC legt Richtlinien und Berichte für fehlgeschlagene Authentifizierung fest. Beides reduziert Missbrauch, ersetzt aber keine DKIM-Konfiguration.

CAA und TTL

CAA kann erlaubte Zertifizierungsstellen einschränken. TTL beschreibt, wie lange Resolver eine Antwort zwischenspeichern dürfen. Sie beeinflusst, wie schnell Änderungen sichtbar werden.

DNS und SEO: die indirekten Auswirkungen

Google bewertet nicht einfach die Anzahl oder Marke Ihrer Nameserver. Relevant sind die Folgen der Konfiguration: Ist die kanonische Domain erreichbar? Antworten HTTP und HTTPS konsistent? Zeigen www und non-www auf die vorgesehene Infrastruktur? Werden Zertifikat und Redirects auf allen IP-Versionen korrekt ausgeliefert?

Nach einem Hosting-Wechsel können alte Records einzelne Nutzer oder Crawler noch zum bisherigen Server führen. Wenn dort andere Inhalte, falsche Statuscodes oder abgelaufene Zertifikate liegen, entstehen schwer reproduzierbare Fehler. Deshalb sollte ein DNS-Check immer mit HTTPS, Redirects und Host-Konsistenz kombiniert werden.

DNS-Änderungen sicher durchführen

  1. Bestehende Records und TTL-Werte dokumentieren.
  2. TTL rechtzeitig vor dem geplanten Wechsel reduzieren.
  3. Neuen Server mit Host-Header, HTTPS und Weiterleitungen testen.
  4. A, AAAA, CNAME und abhängige Subdomains kontrolliert ändern.
  5. Alten Server während der Übergangszeit erreichbar lassen.
  6. DNS, Zertifikate, Statuscodes, Sitemaps und wichtige URLs nachprüfen.
  7. TTL nach stabiler Umstellung wieder auf einen sinnvollen Wert erhöhen.

Häufige DNS-Fehler bei Websites

Veralteter AAAA-Record

IPv4 zeigt bereits auf den neuen Server, IPv6 noch auf den alten. Ein Teil der Nutzer erhält dadurch andere Inhalte oder Fehler.

Subdomain ohne vorgesehenes Ziel

www, Shop, Blog oder API zeigen nach einem Umzug auf nicht mehr gepflegte Systeme oder unpassende CNAME-Ziele.

Zu frühes Abschalten des alten Servers

Caches halten frühere Antworten noch vor. Wird das alte Ziel sofort abgeschaltet, entstehen während der DNS-Propagation Ausfälle.

Unvollständige Mail-Authentifizierung

MX ist vorhanden, SPF oder DMARC fehlt beziehungsweise widerspricht dem tatsächlichen Versand. Das betrifft primär Zustellbarkeit und Domain-Reputation.

Häufige Fragen zum DNS Checker

Was prüft der DNS Checker?

Er liest öffentliche A-, AAAA-, CNAME-, MX-, NS-, TXT-, SOA- und – sofern unterstützt – CAA-Records. SPF und DMARC werden in den TXT-Antworten erkannt.

Was ist der Unterschied zwischen A und AAAA?

A enthält eine IPv4-Adresse, AAAA eine IPv6-Adresse. Beide Pfade sollten bei parallelem Einsatz dieselbe korrekte Website erreichen.

Beeinflusst DNS direkt das Google-Ranking?

Nicht als einfacher Einzelwert. Erreichbarkeit, korrekte Zielserver, HTTPS und stabile Antworten beeinflussen jedoch Crawling und Nutzerzugriff.

Warum sind alte Records noch sichtbar?

DNS-Resolver cachen Antworten entsprechend der TTL. Entscheidend ist häufig die TTL vor der Änderung, nicht erst der neue Wert.

Ist ein fehlender MX-Record ein Fehler?

Nur wenn die Domain E-Mails empfangen soll. Für reine Web- oder Weiterleitungsdomains kann ein fehlender MX-Record beabsichtigt sein.

Prüft das Tool auch DKIM?

Nicht automatisch, weil DKIM einen anbieterspezifischen Selector benötigt. SPF und DMARC besitzen dagegen bekannte Abfragepfade.

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