10 Tipps zum Aufbau kostenloser Backlinks

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Es gibt Angebote zum Backlinkkauf, die aber mit größter Vorsicht zu betrachten sind. Google verbietet eigentlich solche Methoden in seinen Webmaster-Guidelines, wobei allerdings sehr seriöse Firmen durchaus die backlinkbasierte OffPage-Optimierung mit sinnvollem Content von Satellitenseiten aus anbieten. Das widerspricht nicht den Richtlinien von Google, weshalb Backlinkkauf nicht gleich Backlinkkauf ist. Dennoch wollen wir uns an dieser Stelle mit Möglichkeiten für den kostenlosen Backlinkaufbau befassen.

#1 Hochwertigen Content schaffen

Die Basis dafür, dass jemand auf die eigene Seite verlinkt, ist hochwertiger Content. Interessante Artikel werden gelesen, was an sich schon ein SEO-Faktor ist, denn das Lesen und damit Verweilen auf der Webseite wird von den Googlealgorithmen registriert und mit einem besseren Ranking belohnt. Darüber hinaus zitieren Leser den Inhalt immer wieder gern per Backlink.

Der Inhalt muss wirklich neu und einzigartig sein. Zwar kann er bekannte Themen aufgreifen, doch er sollte sie auf eine neue Weise betrachten. Gut geeignet sind Tutorials, Bedienungsanleitungen, Top-10-Listen und mit Grafiken angereicherte statistische Auswertungen von aktuellen Trends. Auch auf Videos wird gern verlinkt. Webmaster, die solchen Content schaffen oder durch Gastautoren schaffen lassen, sind gut informiert.

Sie beobachten die Diskussionen und Beiträge im Netz, um wirklich neue Erkenntnisse hinzufügen zu können.

#2 Sharing im Social Web

Ein Backlink aus einem sozialen Netzwerk wie Facebook, Twitter oder Instagram bringt zwar nicht so viel für die SEO, wie man hoffen und vermuten würde. Doch er ist besser als nichts, weshalb das Sharing im Social Web eigentlich eine Pflichtübung für Optimierer ist. Dieses Sharing kann vom eigenen Account aus auf die eigene Seite erfolgen, womit ein Backlink gesetzt wurde.

Das ist erlaubt, denn Google selbst schlägt in seinem Bloggerprogramm dieses Sharing vor. Natürlich darf der hochwertige Artikel auch an viele andere potenzielle Interessenten verteilt werden. Das können Fachjournalisten, Geschäftspartner oder Großkunden sein. Die Hoffnung lautet nun, dass diese den Artikel lesen, damit wiederum etwas für die OnPage-SEO leisten (Stichwort: Verweildauer) und außerdem freiwillig einen Backlink setzen.

Man darf sie auch danach fragen, doch niemand sollte hierbei aufdringlich werden, um die betreffenden Beziehungen nicht über Gebühr zu strapazieren.

#3 RoundUp-Artikel

Dieser Punkt fällt eigentlich in die Kategorie #1 hochwertiger Content, doch betrachten wir ihn einmal gesondert. Er dient dazu, Blogger und andere Webmaster ins Boot der eigenen Nische zu holen und funktioniert im Sinne des Linkbuildings wirklich gut. Ein RoundUp-Artikel fasst die Expertenantworten zu einem Thema (bevorzugt einem Nischenthema) zusammen.

Das ist hochinteressant und lesenswert, wenn auch in der Zusammenstellung zunächst aufwendig: Meistens muss ein Gastautor die betreffenden, oft umfangreichen Expertenantworten auf einen kürzeren Umfang eindampfen. Solche Autoren gibt es, sie sind bei spezialisierten Textagenturen zu finden. Damit entsteht dann wirklich informativer Content, auf den die Leser gern freiwillig verlinken.

Der Bedarf an Roundup-Artikel ist angesichts die übersprudelnden Informationsfülle im Netz sehr groß.

#4 Erhöhung der RSS-Leserschaft

RSS-Feeds waren bis zum Erstarken der sozialen Netzwerke, also bis etwa 2010 praktisch das wichtigste Mittel zum Sharing von Inhalten. Heute ist das zwar nicht mehr in diesem Umfang der Fall, doch es gibt nach wie vor Interessenten, die einen RSS-Feed mehr schätzen als einen Link aus Facebook heraus, ganz einfach weil sie selbst keinen Facebook- und auch keinen Twitteraccount betreiben, Facebook unter anderem aus ideologischen Gründen ablehnen oder auch nicht besonders nutzerfreundlich finden.

Daher werden nach wie vor RSS-Feeds genutzt und dienen auch dem Linkbuilding. Es gilt also, Abonnenten von RSS-Feeds zu gewinnen, die dann wiederum freiwillig den einen oder anderen Backlink setzen. Gerade Blogger nutzen dieses Medium, das eigentlich mit hoher Usability überzeugt, immer noch sehr stark. Wichtig ist es, diejenigen unter ihnen zu finden, die mit der eigenen Thematik vertraut sind und hierüber auch bloggen.

#5 Linkbaits

Linkbaits sind Köder für externe Links, die durch die extreme Aufmerksamkeit wirken, die sie erzeugen. Es gibt verschiedene Mittel für einen Linkbait. Als probat haben sich beispielsweise dynamische Grafiken erwiesen, die mithilfe einer externen Datenquelle eine Entwicklung realtime darstellen (zum Beispiel Verkäufe in einer bestimmten Branche), aber auch kritische Betrachtungen zu relevanten Themen, das Aufgreifen brandneuer Trends oder das Zitieren von echten Expertenmeinungen.

Allerdings wirkt schon die Begrifflichkeit „Köder“ leicht anrüchig. In der Tat gibt es viele halbseidene Medien und sonstige Webseitenbetreiber, die das Publikum mit reißerischen Überschriften anlocken, wobei der nachfolgende Content nicht im mindesten hält, was der Aufmacher verspricht. Vor solchen Taktiken ist zu warnen: Der enttäuschte Rezipient wird die Seite schnell wieder verlassen, in Zukunft meiden und alles andere tun, als einen Backlink zu setzen.

#6 News für Backlinks nutzen

Wenn eine Webseite die erste ist, die über eine Neuigkeit berichtet, erhält sie externe Links, solange die Neuigkeit wirklich neu ist. Neuigkeiten gibt es in der Welt, hierüber berichten die Nachrichtenseiten. Doch auch in Branchen und Firmen gibt es stets Neuigkeiten, die für Insider (Kunden, Partner, Lieferanten) interessant sind. Wichtig ist hierbei, von der üblichen Nabelschau der meisten Unternehmen abzuweichen, die viel über ihre internen Neuigkeiten, aber wenig über die Trends in ihrer Branche berichten.

Die internen Neuigkeiten sind leider nicht so sehr für das allgemeine Publikum interessant, es sei denn, es handelt sich um einen Großkonzern, bei dem ein Vorstand ausgewechselt wird. Daher empfiehlt es sich, auf allgemein interessierende Branchennews zu setzen. Diese gibt es immer. In technischen Bereichen kommen sie meistens aus der Forschung, wofür sich Publizisten natürlich interessieren müssen.

#7 Selbst andere Beiträge kommentieren

Die Grundidee des Internets ist der grenzenlose, bequeme und schnelle Austausch miteinander. Wer auf sich aufmerksam machen möchte, sollte dieser Grundidee folgen. Das gelingt, indem ein Webmaster über den Tellerrand hinausschaut, die Blogbeiträge seiner Wettbewerber und thematisch verwandter Branchen liest und dort selbst den einen oder anderen Kommentar hinterlässt.

Es darf sehr behutsam vom eigenen Kommentar aus auf die eigene Webseite verlinkt werden, doch vielleicht gelingt es auch, dass andere Leser bzw. der Betreiber des Blogs den Kommentar so gut finden, dass sie freiwillig einen Backlink auf die eigene Seite setzen. Natürlich muss diese bekannt sein. Für dieses Vorgehen ist viel Fingerspitzengefühl gefragt. Wenn ein vergleichsweise plumper, inhaltsleerer Kommentar anscheinend nur dazu dient, dass der Kommentator auf seine eigene Seite verlinkt, wird ihn der Blogbetreiber vermutlich löschen.

#8 Interviews führen

Dieses Mittel ist nicht ganz unaufwendig, aber höchst effizient. Jeder, der ein Geschäft führt oder Forschung betreibt, möchte gern darüber reden. Wenn er nun eine Interviewanfrage erhält, wird er (sie) fast immer positiv darauf reagieren. Das geführte Interview wird die betreffende Person auch entweder in Auszügen auf die eigene Webseite stellen und von dort aus auf die Seite des Interviewers verlinken oder nur den Backlink setzen, damit die Leser auf der Partnerseite (des Interviewers) das vollständige Interview lesen können.

Es gilt nun, das richtige Thema und den richtigen Ansprechpartner für ein Interview zu finden. In technischen Branchen eignen sich hervorragend Forschende, die nichts lieber tun, als über ihre wissenschaftliche Tätigkeit zu berichten. Aktuell (2021) ist ein heißes Thema die Entwicklung der Elektromobilität. Automobilfirmen interviewen Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts. Von dort kommt dann der sehr wertvolle Backlink auf die Seite der Autofirma.

#9 Backlinks aus der Region

Regionale Medien berichten in ihren Onlineausgaben über regionale Firmen. Sie benötigen hierfür Content, den sie eigentlich selbst produzieren sollten, wofür aber den schwach besetzten Redaktionen meistens die Zeit fehlt. Wer nun solchen Content über die eigene Firma, ihre Produkte, Entwicklungen und Pläne anbietet, kann damit rechnen, dass dieser in einem regionalen Medium veröffentlicht wird und aus dem Beitrag heraus auch ein Backlink auf die eigene Seite gesetzt werden darf.

Dasselbe funktioniert mit überregionalen Medien. Einige Portale wie OpenPR oder myheimat ermöglichen das vollkommen selbstständige Einstellen des eigenen Beitrags. Achtung: Nicht nur im Sinne des Medienrechts, sondern auch der Leserschaft sollte es sich um wirklich redaktionelle Beiträge handeln.

Bloße Werbung ist verpönt und müsste im Übrigen auch so gekennzeichnet werden, selbst oder gerade wenn sie wie ein redaktioneller Beitrag aufgemacht ist. Es droht sonst eine Abmahnung durch einen Wettbewerber.

#10 Last, but not least: Links von Privatleuten

Es wirkt etwas antiquiert, Freunde, Partner und Kollegen um einen Backlink zu bitten, doch es funktioniert. Ein Webmaster sollte keine Scheu davor haben, gute Bekannte zu diesem Zweck anzusprechen. Dabei kommen nicht allzu viele Verlinkungen zustande, es mag sich um eine einstellige Zahl handeln. Doch es geht um Folgendes: Die Suchmaschinenalgorithmen beobachen, ob ein neuer Beitrag überhaupt bemerkt wird und einige externe Links generiert.

Wenn das der Fall ist, erhält er ein besseres Ranking – wenn nicht (also: gar nicht), verschwindet er sehr schnell in der Versenkung, sprich hinter die 20. Seite bei Google. Damit ist er verloren, denn von dieser Position erholt er sich nicht wieder. Dieser Vorgang der Bewertung durch die Algorithmen findet in den ersten Stunden nach dem Einstellen statt. Das wissen viele Webmaster nicht.

Es ist daher nicht verkehrt, sofort einige Bekannte um einen Backlink zu bitten und natürlich auch die anderen erwähnten Maßnahmen zu ergreifen. Die privaten Links mischen das Backlinkprofil wunderbar auf, weil sie aus den verschiedensten Ecken kommen.

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