Backlink-Aufbau im Jahre 2021

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von Redaktion    0 Kommentare SEO
istockphoto / Marcus Millo

Auch im Jahr 2021 spielen Backlinks für die SEO eine überragende Rolle. Sie dürfen aber nicht wahllos oder unseriös generiert werden, denn durch diverse Updates erkennen die Googlealgorithmen (und diejenigen anderer Suchmaschinen) inzwischen sehr genau, welche Seite seriös und welche mit Methoden der Black Hat SEO optimiert wird.

Bezogen auf das Linkbuilding bedeutet Letzteres vor allem den Linkkauf bei halbseidenen Anbietern, die verbotene Linkfarmen betreiben. Wer sich darauf einlässt, riskiert eine Penalty, die ein Herabstufen im Ranking und schlimmstenfalls eine Verbannung aus dem Index bedeutet. Welche akzeptablen Strategien haben nun im Jahr 2021 Erfolg?

Auf die Qualität externer Links achten

Ein immer stärkeres Gewicht hat inzwischen die Qualität von externen Links. Sie sollen von Seiten mit viel Trust stammen, die außerdem inhaltlich genau zu der Seite passen, auf die sie verlinken. Nur so hat der Nutzer etwas von dem Verweis auf eine andere Seite per Backlink. Das Nutzererlebnis aber steht im Fokus der Suchmaschinenalgorithmen. Daher bewerten diese schon länger, ob ein Backlink inhaltlich überhaupt Sinn macht oder nur gesetzt wurde, um einer Seite etwas Promotion von außen zu verschaffen.

Die Autorität der externen Links war schon immer ein Rankingfaktor, sie gehörte zu den maßgeblichen Faktoren des 1997 entwickelten PageRanks, der ab 2013 in den Hummingbird-Algorithmus aufging. Der Einfachheit halber zitieren wir hier die bekannten Googlealgorithmen, doch andere Suchmaschinen gehen ähnlich vor. Autorität oder auch Trust von externen Links bedeutet: Ein Backlink ist zwar per se eine Empfehlung, doch es kommt darauf an, wer sie gibt. Eine Seite, die allseits anerkannt ist und auf die wiederum viele andere Seiten verlinken, genießt eine höhere Autorität als ein einfacher Blog, den jedermann selbst aufsetzen kann. Dieser Aspekt ist im Jahr 2021 noch wichtiger als je zuvor.

Das liegt daran, dass die SEO-Szene inzwischen sehr professionell arbeitet und vollkommen unproblematisch von speziell eingerichteten Blogs und Landingpages aus oder auch über renommierte Presseportale und nicht zuletzt aus Social Networks Links auf eine zu promotende Seite schickt. Dabei gehen die beauftragten Optimierer durchaus strikt nach den Webmasterrichtlinien von Google & Co. vor. Sie platzieren auf den Satellitenseiten sinnvollen Content, der seinerseits Mehrwert für die Nutzer bringt und zum Inhalt der promoteten Seite absolut passt (siehe oben).

Das ist also richtlinienkonform, Google beanstandet das keinesfalls. Es ist aber Masse statt Klasse und besagt noch längst nicht, dass die promotete Seite wirklich sehr wertvoll ist. Hierfür müssten die externen Links von Seiten mit wirklich hoher Autorität stammen, was nicht so einfach zu organisieren ist: Die Webmaster und Autoren jener hoch angesehenen Seiten (wie beispielsweise Wikipedia) sollten am besten von sich aus auf die betreffende Seite verlinken. Sie machen das manchmal, wenn diese Seite Linkable Assets enhält (siehe weiter unten).

Damit entstünde ein Backlink mit hohem Trust (Vertrauen) und aus Sicht der Suchmaschinenalgorithmen mit höchster Autorität. Diese freiwillige Verlinkung lässt sich im Jahr 2021 durch zwei Maßnahmen erreichen:

  • #1: Auf der Seite, um die es geht, muss höchstwertiger Content zu finden sein. Idealerweise handelt es sich um eine Mischung aus wirklich fundiertem und außerdem gut zu lesendem Text, Grafiken sowie einigen Bildern und Videos. Der Einsatz von Videos sollte nicht übertrieben werden. Viele Menschen lesen im Internet lieber, weil die Informationsaufnahme dadurch schneller erfolgt. Grafiken sollten nicht unterschätzt werden. Sie sind nicht leicht zu bekommen, sagen aber auf einen Blick mehr als tausend Worte.
  • #2: Das oben beschriebene Linkbuilding mit Postings aus Presseportalen, eigenen Blogs, Landingspages und Social-Media-Accounts heraus ist durchaus zu empfehlen. Damit erhält die betreffende Seite überhaupt erst einmal einen Rang, auf dem sie von den Webmastern der sehr hochwertigen Seiten wahrgenommen wird, die dann vielleicht freiwillig darauf verlinken. Der beste Content nutzt nämlich nichts, wenn er erst auf Seite 25 bei Google auftaucht.

Es gibt auch SEO-Firmen, welche die Webmaster hochwertiger Seiten anschreiben, auf ihre eigene Seite aufmerksam machen und einen Backlink vorschlagen. Das ist ein hoher Aufwand und muss nicht in jedem Fall funktionieren. Die Autoren auf Wikipedia (dies als Referenzbeispiel) suchen sich ihre Themen selbst aus und sind darüber hinaus oft anonym.

Backlinks 2021: Aufbau einer Linkpyramide

Unter der Voraussetzung, dass Postings in Satellitenseiten wertvollen Content enthalten, können sich Webmaster für ihr Linkbuilding durchaus eine Linkpyramide aufbauen. In drei Stufen (es sind mehr Stufen möglich) sähe sie wie folgt aus:

  • 1. (oberste) Stufe: Hauptseite, die ein gutes Ranking benötigt (Homepage oder Onlineshop des Unternehmens)
  • 2. (mittlere) Stufe: mehrere Landingpages Verlinkung auf die 1. Stufe, die sehr wertvollen Content enthalten und durchaus auch einfach strukturiert, also nicht nur als OnePager, sondern mit wenigen Unterseiten gestaltet sind
  • 3. (unterste) Stufe: Blogs, Beiträge in Presseportalen und Postings in Social Networks mit Links auf die 2. und manchmal auch auf die erste Stufe

Das ist wiederum eine schiere Fleißarbeit. Zum Verständnis: Optimierer, die damit Erfolg haben, arbeiten mit einem Verhältnis von jeweils 1:100 bis 1:150 zwischen den einzelnen Stufen. Das bedeutet: Für eine Hauptseite setzen sie bis zu 150 Landingpages und für jede dieser Landingpages bis zu 150 Blogs auf.

Jeden dieser Blogs können sie außerdem mit vielen Beiträgen befüllen. Jedermann kann sich ausrechnen, wie viel Content hierfür vonnöten ist. Doch das System funktioniert und entspricht den Webmaster-Guidelines von Google, wenn jeder einzelne Beitrag wertvollen Content enthält und aus ihm heraus nur sparsam auf eine andere Seite verlinkt wird.

Linkable Assets schaffen

Linkable Assets oder Linkbaits sind Inhalte, auf die jedermann gern verlinkt. Dass diese freiwilligen Links von den Googlealgorithmen immer besser belohnt werden, zeichnet sich seit etwa 2012 ab. Das verschaffte dem Content Marketing einen großen Aufschwung, das im Jahr 2021 eine Grundvoraussetzung für das Linkbuilding ist. Linkable Assets sind verlinkbare Werte (Inhalte). Sie sind so gut, dass sie andere Webmaster sehr gern zitieren. Diese Strategie passt zu unseren Ausführungen weiter oben.

Ein gutes Mittel, wenn es inhaltlich passt, sind dynamische Grafiken. Ein Beispiel: Ein Anbieter von Trendprodukten (zum Beispiel Mode) stellt in einer dynamischen Grafik die Verkäufe eines bestimmten Segments auf einer Zeitleiste dar. Er speist monatlich oder gar wöchentlich seine Verkaufszahlen ein. Die Grafik zeigt diese in einer Kurve, die einen eindeutigen Trend belegt: Jeans der Sorte XY waren im April sehr gefragt, dann flaute das Interesse über die Sommermonate ab, im Herbst flammte es stärker als zuvor wieder auf.

Händler und Modeblogs verlinken auf diese Grafik, um ihren Kunden und Lesern zu zeigen: Schaut her, so trendy sind aktuell die Jeans der Sorte XY. Die Webseite mit dieser Grafik erhält viele freiwillig gesetzte externe Links. Allerdings ist es natürlich aufwendig, so eine Grafik zu schaffen und zu pflegen, also die Verkaufszahlen wirklich immer pünktlich einzuspeisen. So etwas lässt sich programmieren. Linkable Assets bzw. Linkbaits können auch Videos, Bilder und Texte (gern Glossare oder Studien) sein, doch wichtig ist in jedem Fall, dass ihr Inhalt außergewöhnlich und hochwertig ist.

Profil der Backlinks 2021 planen

Wer im Jahr gezieltes Linkbuilding betreibt, sollte das Backlinkprofil gründlich planen. Folgende Fragen sind dabei interessant:

  • Welche Seiten verlinken auf die Homepages und Shops der Hauptkonkurrenten?
  • Welche Firmenverzeichnisse sind für die eigene Webseite relevant?
  • Lassen sich für die eigenen Produkte Influencer gewinnen?
  • Gibt es Fachmagazine für die eigene Branche?
  • Welcher eigene Content eignet sich als Linkbait?
  • Woher soll der viele Content stammen?

Aus der Beantwortung dieser Fragen ergibt sich eine Strategie für das gezielte Linkbuilding. Zu planen ist auch der finanzielle und zeitliche Aufwand für das Generieren von externen Links. Dieser muss in einem angemessenen Aufwand zum Ergebnis stehen.

Wie nützlich oder gefährlich ist 2021 der Linkkauf?

Google verbietet den bloßen Linkkauf, allerdings nicht das gezielte Linkbuilding. Das Problem von gekauften Links ist deren Qualität. Die oben genannten Maßstäbe halten nur wenige der Anbieter ein. Das bedeutet: Im schlimmsten Fall schicken sie die Links aus Linkfarmen, die Google zwar erkennt und abstraft, die sich aber immer wieder neu einrichten lassen.

Im harmloseren Fall setzen die Anbieter einige banale Texte in Blogs, von denen aus sie auf die Webseiten ihrer Kunden verlinken – manchmal ohne allzu deutlichen inhaltlichen Bezug. Auch das erkennen Googlealgorithmen inzwischen. Daher sollten Start-ups, die nun einmal externe Links benötigen und nicht die Ressourcen für den hohen, oben beschriebenen Aufwand haben, gezielt mit einer SEO-Agentur kooperieren, die absolut seriöses Linkbuilding mit den oben erwähnten Methoden betreibt.

Der Kern der Seriosität ist immer hochwertiger Content. Diesen können sich Interessenten anschauen. Die Agentur braucht nur die von ihr betriebenen Satellitenseiten vorzuzeigen: Dann sieht der Kunde, wie hochwertig der dortige Content beschaffen ist, aber auch, wie viele Links aus einem Text auf eine andere Seite führen. Es sollten niemals zu viele sein, auch mit Keywords darf ein Text nicht überfrachtet werden. Wenn das alles insgesamt einen guten Eindruck macht, kann diese Agentur mit der OffPage-Optimierung per Linkbuilding beauftragt werden. Das ist dann quasi auch ein Linkkauf, aber einer, der gegen keine Richtlinie von Google verstößt.

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