Google Keyword-Planer

Der Google Keyword Planner (in der deutschen Schreibweise Keyword-Planer) ist ein kostenloses Tool im Ads-Bereich der Suchmaschine für die gezielte Einsatzplanung von Keywords. Es zeigt das Suchvolumen und den Wettbewerb (Keyword Difficulty) für jedes Keyword an und lässt sich daher auch ohne Werbeschaltungen ausgezeichnet für die SEO nutzen.

Aktualisierung des Keyword-Planers

Der Keyword-Planer erstellt Prognosen zum Suchaufkommen für ein Keyword, die täglich aktualisiert werden. Sie basieren jeweils auf dem Suchvolumen für dieses Keyword innerhalb der letzten bis zu zehn Tage. Auch an saisonale Bedingungen passt der Keyword Planner seine Prognosen an.

Er berücksichtigt dabei alle Auswirkungen, die Marktveränderungen auf den aktuellen Stand eines Keywords haben. In Märkten, in denen es beständige Veränderungen gibt, sollten die Verantwortlichen für die SEO etwa wöchentlich in den Keyword-Planer hineinschauen, um gegebenenfalls Keyword-Sets anzupassen. Das empfiehlt jedenfalls Google.

Zugriff auf den Keyword-Planer

Wer das Google-Tool nutzen möchte (es gibt vergleichbare Tools auch von anderen Anbietern), benötigt ein fertig eingerichtetes Googlekonto, das sich nicht im Smartmodus für Einsteiger befinden darf: Es müssen vielmehr die Einstellungen für einen fortgeschrittenen Nutzer aktiviert sein. Der erste Schritt ist die Erstellung einer Ads-Kampagne. Diese muss anschließend nicht gestartet werden, wenn es dem Nutzer nur darum geht, Keywords zu recherchieren. Sie kann pausieren.

Der Keyword-Planer schlägt dann Keywords für diese Kampagne vor und liefert Schätzungen zum Suchvolumen, zum Wettbewerb und für Werbetreibende auch zu den Kosten, wenn die Kampagne tatsächlich mit Ads gestartet werden sollte. Der Fokus des Keyword Planners ist die umfassende Keywordrecherche. SEO-Verantwortlichen und Vermarktern (Nutzern des Ads-Programms) bietet er diese Vorteile:

  • Entdeckung neuer Keywords: Der Planer schlägt Keywords für die Webseite, die Marke, die verbundenen Produkte und Dienstleistungen, das Unternehmen und den erweiterten Kontext vor (für einen Sportwagen beispielsweise auch „sportlicher Wagen“, „schnelles Auto“ oder „sportliche Fahrweise“).
  • Suchvolumen: Es ist sehr interessant, wie viele monatliche Suchanfragen ein Keyword im Durchschnitt generiert. Dieser Durchschnitt bezieht sich freilich auf alle Marktteilnehmer und ist keine Garantie dafür, dass die eigene Seite exakt so oft aufgrund dieses Keywords oben in den Suchanfragen erscheint.
  • Kostenschätzung: Werbetreibende bezahlen für die Ads-Kampagnen Klickpreise, die sie selbst festlegen. Diese beeinflussen die Position im Ranking (sind aber nicht der einzige Faktor). Mit dem Keyword Planner können Vermarkter abschätzen, welchen Preis sie für eine Kampagne mit dem betreffenden Keyword einstellen sollten, damit sie eine reelle Chance auf eine gute Position haben.
  • Anzeige des Wettbewerbs: Der Keyword Planner zeigt auch, wie der Wettbewerb zum betreffenden Keyword aussieht. Die sich daraus ergebende Kennziffer ist die sogenannten Keyword Difficulty, also die Schwierigkeit, mit diesem Keyword eine gute Position zu erlangen.
  • Organisation bzw. kontextueller Abgleich von Keywords: Wer eigene Keywordideen hat und diese in den Planer eingibt, sieht, wie sie am besten zu organisieren wären und wie gut sie in Kategorien zur Marke bzw. dem Produkt ranken.
  • Erstellung neuer Kampagnen: Der Keyfeature des Keyword-Planers ist die Erstellung neuer Kampagnen mit den richtigen Keywords.

Werbetreibende und auch SEO-Verantwortliche müssen stets im Hinterkopf behalten, dass der Keyword Planner keine Garantie für den Erfolg einer SEO- oder Ads-Kampagne abgibt. Dieser hängt von vielen weiteren Faktoren ab. Im SEO-Bereich ist das die gesamte OnPage- und OffPage-Optimierung, für Werbetreibende spielen Budgets, Gebote, Produkte und das generelle Kundenverhalten in der eigenen Branche eine große Rolle.

Erstellung einer Keywordplanung

Für die Erstellung eines handfesten Keywordplans haben SEO-Verantwortliche und Werbetreibende im Keyword Planner zwei Möglichkeiten:

  • #1: Beim Klick auf „Neue Keywords entdecken“ erscheinen Vorschläge des Keyword-Planers.
  • #2: Mit einem Klick auf „Suchvolumen und Prognose“ lassen sich eigene Keywords überprüfen, die dort eingetragen werden müssen.

Neue Keywords lassen sich entdecken, indem der Nutzer URLs und Wörter mit Bezug zur Werbeidee (zum Beispiel dem eigenen Unternehmen oder eigenen Produkten) eingibt. Einzelne Keywords und Wortgruppen, aus denen Longtail-Keywords werden sollen, sind dabei mit einem Komma voneinander zu trennen. Die Leerzeichentrennung funktioniert für einzelne Keywords. Die eigene Domain, für die geworben oder SEO betrieben wird, sollte eingegeben werden.

Der Google Keyword Planner schließt dadurch diejenigen Keywords aus, die nichts mit der betreffenden Kampagne zu tun haben. Auch die Eingabe einer Webseite anstelle von einzelnen Worten oder Wortkombinationen ist für die Keywordrecherche möglich. Der Keyword Planner sucht dann nach Keywords, welche zum Inhalt dieser Website passen. Mit einem Klick auf „Ergebnisse anzeigen“ erscheinen die vorgeschlagenen Keywords in einer Liste, die der Nutzer mit Kategorien und Filtern bearbeiten kann.

Filter beziehen sich beispielsweise auf den Wettbewerb, auf den Anteil an wahrscheinlichen Impressionen und auf den eigentlichen Text des Keywords. Werbetreibende können auch nur Keywords wählen, für die ein Klickpreisgebot von unter einem Euro genügt, um ein gutes Ranking auf Seite 1 zu erreichen. Auch eine Filterung nach Kategorie, Themen und Marken ist möglich. Es gibt auch einen Bereich für die Optimierung von Keywords, in welchem vorgeschlagene Keywords per Häkchen abgewählt werden können.

Fazit

Der Keyword Planner wurde zwar eigentlich für Werbetreibende programmiert, doch er hilft auch bei der Suchmaschinenoptimierung. SEO-Verantwortliche nutzen ihn regelmäßig.

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