Holistischer Content

Holistischer Content befasst sich mit einem Themenfeld ganzheitlich (von griechisch holos = ganz). Er kann ein Thema mit verschiedenen Medientypen behandeln, also mit Texten, Bildern, Grafiken, Videos und Audiodateien. Hinsichtlich der Bedeutung für die SEO kommt dem Text eine herausragende Bedeutung zu, weil sich hier die thematisch verwandten Keywords, die Google einem holistischen Inhalt zuordnet (der belohnt wird), am besten unterbringen lassen.

Wie werden Keywords im holistischen Content untergebracht?

Holistischer Inhalt ist selten auf ein einzelnes generisches Keyword optimiert. Stattdessen enthalten die holistischen Seiten viele Mid- und Longtail-Keywords. Für die Ermittlung des semantischen Bezugs könnte Google die WDF*IDF-Analyse einsetzen, was eine SEO-Hypothese ist. Der Einsatz der Keywords sollte dazu führen, dass eine holistische Seite zu mehreren thematisch passenden Suchanfragen rankt.

Inhaltliche Anforderungen

Holistische Seiten beantworten typischerweise die meisten Fragen zu einem Thema und sorgen damit für die nötige Perspektivenvielfalt. Ein gutes Beispiel liefern Ratgeberseiten, welche die Thematik möglichst allumfassend abhandeln. Dennoch benötigen auch sie einen gewissen Fokus auf das Kernthema – der Inhalt darf nicht ausufern. Das sind hohe Anforderungen, welche die inhaltliche Erstellung solcher Seiten relativ anspruchsvoll machen. Die nötige Detailtiefe erreichen nur Autoren mit Sachverstand.

Webmaster, die holistische Seiten befüllen wollen, müssen sich überlegen, wen sie damit beauftragen. Das hängt auch vom Thema ab: In allgemeingängige Themen wie diverse Produktbeschreibungen kann sich ein Autor einlesen, doch bei Spezialthemen etwa aus sehr technischen Branchen wäre es hilfreich, wenn ein echter Experte den Text schreibt. Dieser sollte wiederum imstande sein, einigermaßen flüssig und vor allem verständlich zu schreiben.

Optimierung von holistischem Inhalt

Weil holistische Themenseiten länger als üblich ausfallen, müssen sie ansprechend aufbereitet werden. Ansonsten würden die Leser überfordert. Eine sinnvolle Struktur gilt als zentrale Anforderung, also eine Gliederung in Abschnitte mit Zwischenüberschriften und gelegentlichen Aufzählungen. Bei längeren Artikeln bietet sich ein vorangestelltes Inhaltsverzeichnis an, dessen Überschriften zum jeweiligen Abschnitt verlinken. Der Satzbau sollte nicht zu komplex ausfallen.

Die moderne Textgestaltung geht davon aus, dass User auf dem Smartphone in der U-Bahn lesen. Das lässt keinen Raum für abschweifende Lyrik mit verschachtelten Sätzen. Zwischengeschaltete Bilder dienen einerseits der Visualisierung, die das Thema leichter verständlich macht, andererseits auch der Auflockerung. Auch Videos, Audios und Grafiken unterstützen das Erfassen des Inhalts. Sie lockern wiederum die Textstruktur auf, außerdem schildern sie komplexe Zusammenhänge in einem anderen Medium, das vielen Usern entgegenkommt.

Nicht zuletzt erhöhen sie die Verweildauer. Wenn der ganzheitliche Inhalt ansprechend präsentiert wird, löst er rankingbeeinflussende User Signals aus.

Holistische Inhalte aktualisieren

Der Kern holistischer Themenseiten ist ihre umfassende, relevante und damit auch aktuelle Abhandlung eines Themas. Es gibt sehr wenige Themenbereiche, die zeitlos bleiben. Alles, was zur Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur gehört, unterliegt einem ständigen Wandel. Aus diesem Grund müssen Webmaster darauf achten, die Inhalte von Zeit zu Zeit zu erneuern. Dabei ist es nicht nötig, frühere Beiträge umzuarbeiten (viel zu aufwendig) oder zu eliminieren. Es genügt, immer wieder neue Beiträge einzustellen, die den aktuellen Stand der Erkenntnis repräsentieren.

Sehr wichtig: Die Beiträge müssen mit dem Datum ihrer Erstellung versehen werden. Der Leser sollte sofort erkennen, aus welchem Jahr und Monat (bei brandaktuellen politischen Themen: von welchem Tag und welcher Stunde) der Inhalt stammt.

Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung

Google belohnt holistischen Content seit dem 2013 ausgerollten Hummingbird-Update. Die Algorithmen der Suchmaschine sind seither imstande, mithilfe von Semantik den Kontext von Suchanfragen zu verstehen. Diese haben sich ihrerseits unter anderem durch Voice Search geändert: Die User formulieren Suchanfragen in ganzen Sätzen und möglicherweise mit Nebensätzen. Wenn sie damit auf eine Webseite mit ganzheitlichem Inhalt gelangen, ist das sinnvoll für den Suchenden und unterstützt gleichzeitig die SEO dieser Webseite.

zurück zur Übersichtsseite