Keyword Difficulty

Die Keyword Difficulty ist für die SEO ein sehr maßgebender Faktor: Sie zeigt die Schwierigkeit an, mit einem bestimmten Keyword zu ranken. Onlinevermarkter sollten diese praktische Kennzahl unbedingt beachten, weil sie dem Suchvolumen für ein Keyword diametral entgegenstehen kann.

Keyword Difficulty vs. Suchvolumen

Ein gutes Beispiel liefert ein einfacher, häufig eingegebener Begriff wie „Mode“. Bei der betreffenden Sucheingabe im deutschsprachigen Internet zeigt Google im Juli 2021 rund 3,45 Milliarden Treffer an. Die vielen Ergebnisse zu diesem Keyword zeigen auf, dass die Webmaster, die das Wort in ihre Modeseiten als Keyword integriert haben, von einem gigantischen Suchvolumen ausgingen, das ihnen wahrscheinlich der Keyword Planner angezeigt hat.

Doch es leuchtet sofort ein, dass die Chance, in dieser Konkurrenzsituation mit dem schlichten Keyword Mode einen aussichtsreichen Rang zu ergattern, sehr klein sein muss. Die Keyword Difficulty ist einfach viel zu hoch, weil der Suchbegriff so hart umkämpft ist. Das muss indes nicht der einzige Grund für eine hohe Keyword Difficulty sein. Es mag auch Begriffe geben, nach denen einfach niemand sucht, weil sie sehr wenig bekannt sind.

Zu diesen Begriffen gibt es dann auch kein hohes Suchvolumen, dennoch dürfte es schwierig sein, mit ihnen gut zu ranken. Diese entgegengesetzten Beispiele zeigen auf, wie schwer es ist, die Keyword Difficulty einzuschätzen.

Was zeigt die Keyword Difficulty an?

Sie zeigt, wie schwer es mit unter Berücksichtigung der bestehenden Konkurrenz sein wird, mit einem bestimmten Keyword in den SERPs oben zu ranken. Der Wert zeigt den Aufwand an, der für ein gutes Ranking erforderlich wäre. Unter Umständen kann dieser so hoch sein, dass der Vermarkter sich nicht auf das betreffende Keyword verlassen sollte. Er kann es dennoch verwenden. Um beim oben erwähnten Beispiel zu bleiben: Natürlich darf und soll auf einer Modeseite das Keyword Mode auftauchen.

Es wird aber allein kaum für eine gute Position sorgen: Die Keyword Difficulty ist hierfür viel zu hoch. Bei der Erstellung neuer Projekte führen die Vermarkter regelmäßig eine Keyword Analyse (unter anderem mit dem Keyword Planner) durch. Diese zeigt potenziell wertvolle Keywords und zu diesen die Keyword Difficulty an. Diese Werte müssen in eine Keywordstrategie einbezogen werden.
 

Warum ist die Keyword Difficulty bedeutsam?

Vermarkter bzw. Verantwortliche für die SEO einer Seite sollten nicht zu viel Geld und Zeit für Keywords aufwenden, die offenkundig keinen großen Erfolg haben werden. Wer sich nur am Suchvolumen orientiert, könnte schwer in die Irre geführt werden.

Wiederum beim Beispiel des Keywords Mode könnte das bedeuten, dass der Vermarkter dieses Keyword aufgrund seines im Google Keyword Planner ersichtlichen hohen Suchvolumens zunächst auf der Hauptseite in einer ordentlichen Dichte unterbringt und anschließend noch massenhaft Satellitenseiten (Blogbeiträge, PR, Social Media) mit Content bestückt, der dieses Keyword enthält. Das kostet Zeit und Geld, wird aber wahrscheinlich nichts bringen. Hart umkämpfte Keywords zeichnen sich durch eine unglaublich hohe Wettbewerbsdichte aus. Nach exotischen Keywords wiederum sucht kaum jemand.

Der goldene Mittelweg kann hingegen sehr erfolgreich sein. Das wäre im erwähnten Beispiel vielleicht die Keywordkombination „Mode im Juli 2021“ (nicht: „Mode im Sommer 2021“, dies dürfte ebenfalls ein massenhaft genutztes Keyword sein), um gezielte Sucheingaben anzusprechen.

Welche Tools helfen bei der Ermittlung der Keyword Difficulty?

Das wahrscheinlich am häufigsten genutzte Tool ist der Keyword Planner, auch der Difficulty-Checker von Smallseotools ist sehr nützlich. Weitere Möglichkeiten bieten unter anderem die Tools von KWFinder, MOZ und Ahrefs. Der Keyword Planner schlägt Keywords vor und benennt gleichzeitig ihren Wettbewerb, der die Difficulty kennzeichnet. Andere Tools gehen ähnlich vor. Grundsätzlich nennen sie das Suchvolumen zu einem Keyword und den Wettbewerb dazu.

Welche Ziele sind bei der Auswahl von Keyword zu verfolgen?

Wer Keywords auswählt, verfolgt dabei prinzipiell drei Ziele:

  • #1 Das Keyword muss ein gewisses Suchvolumen aufweisen. Ansonsten verfehlt es seinen Zweck. Tendenziell kann eigentlich das Suchvolumen gar nicht hoch genug sein, auch wenn das gleichzeitig die Keyword Difficulty wahrscheinlich erhöht. Es besteht hier ein Widerspruch, der zunächst nur schwer auflösbar erscheint.
  • #2 Die Keyword Difficulty darf nicht so hoch ausfallen, dass das Keyword im Wettbewerb mit größter Wahrscheinlichkeit untergeht.
  • #3 Das Keyword muss auch für eine hohe Conversion sorgen. Wer nur „Mode“ verwendet, zieht auch Nutzerinnen an, die sich nur eben mal aus Spaß über Mode informieren möchten, vielleicht über Modetrends, vielleicht auch über historische Mode oder die Mode in anderen Ländern. Wer „Mode kaufen“ verwendet, zieht potenzielle Käuferinnen an, die also von Interessentinnen zu Käuferinnen konvertieren.

Auflösung des Widerspruchs zwischen Suchvolumen und Keyword Difficulty

Der Keyword Planner zeigt immer wieder jüngere Keywords zum Thema an, die schon ein hohes Suchvolumen, aber noch keine hohe Keyword Difficulty aufweisen, weil sie jung sind und gerade beginnen zu trenden. Das ist auf jeden Fall bei jungen Entwicklungen der Fall, die ein Vermarkter natürlich kennen muss. Ein Beispiel wäre der Beginn der Corona-Pandemie: Wer im Frühjahr 2020 FFP2-Masken vermarktete, fand für den Begriff ein hohes Suchvolumen, aber noch keine hohe Keyword Difficulty vor, weil noch nicht viele Vermarkter auf diesen Zug aufgesprungen waren.

Solche Phänomene gibt es immer wieder. Vermarkter, die immer am Ball bleiben und die genannten Tools für ihre SEO nutzen, schaffen es, den Widerspruch zwischen Suchvolumen und Keyword Difficulty zu ihren Gunsten aufzulösen.

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