Linktext

Der Linktext steht in einem Link und wird vom Nutzer direkt angeklickt, um zur Seite zu gelangen, auf die der Link verweist. Eine häufige Bezeichnung ist auch Anchor (Anker). Der Hyperlink gibt technisch die Zieladresse und den Linktext separat an, jedoch sieht der Nutzer nur den Linktext. Dieser kann farbig und/oder unterstrichen gekennzeichnet sein, um sich vom Textbild deutlich abzuheben. Eine Hilfe für Nutzer kann es sein, dass bereits besuchte Links in einer anderen Farbe angezeigt werden.

Aussagekraft und Zugänglichkeit von Anchortexten

Linktexte sind für die Informationsarchitektur einer Webseite von besonderer Bedeutung. Mit ihnen entsteht ein Kontext zum Inhalt der Seite, auf die der Hyperlink verweist. Empfohlen wird daher ein möglichst aussagekräftiger Linktext. Manchmal verwenden verlinkende Autoren nur das Wort „hier“, was dem Nutzer nur dann genügt, wenn sich aus dem vorherigen Text der Zusammenhang ganz eindeutig ergibt. Aus Sicht der SEO ist es gar nicht zu empfehlen.

Für sie ist der Linktext nämlich durchaus bedeutsam, denn die Suchmaschinenalgorithmen sind inzwischen imstande, den Kontext zwischen Linktext und verlinkter Seite zu analysieren. Übrigens sind aussagekräftige Linktexte auch für barrierefreie Seiten sehr relevant. Wenn ein blinder Nutzer die im Text vorhandenen Links mithilfe der Tabulatortaste durchblättert, liest ihm der Screenreader die Linktexte vor. Also müssen sie aussagekräftig sein. Ein weiterer Aspekt von Linktexten ist es, dass sie bei mehreren Links identisch sein sollten, wenn diese alle auf die gleiche Seite führen.

Allerdings ist es nicht zu empfehlen, von einer Seite bzw. aus einem Text heraus viele Links auf die gleiche Zielseite zu schicken, weil die Suchmaschinenalgorithmen dies als Spam bewerten.

Optische Gestaltung von Linktexten

Wie eingangs erwähnt lassen sich Linktexte optisch unterschiedlich gestalten. Wie sie erscheinen, kann auch vom verwendeten Browser abhängen. Die optische Gestaltung kann durch eine andere Farbe, durch Umfärbung nach dem Anklicken, durch Unterstreichen, Fetten oder kursives bzw. versales Setzen erfolgen. Manche Browser lassen eine eigene Gestaltung des Nutzers zu, die von der des Webdesigners abweichen kann. Die optische Gestaltung erfolgt über die HTML-Programmierung des Links.

Attribute hierfür sind im body-Element „link“ (Farbe eines bislang ungeöffneten Links), „vlink“ (Farbe eines schon angeklickten Links) und „alink“ (Farbe von gegenwärtig aktivierten Verweisen, bei denen die Zielseite noch offen ist). Weitere Möglichkeiten für die Gestaltung bietet der Einsatz von CSS (Cascading Style Sheets).

Linktext und SEO

Der Text in einem Backlink beeinflusst vor allem die SEO für die Zielseite. Die Suchmaschinenalgorithmen messen einerseits die Zahl von verweisenden Backlinks und den Trust der Seiten, von denen sie stammen, was früher durch den PageRank angezeigt wurde und heute im Hummingbird-Algorithmus enthalten ist, anderseits messen sie auch, ob die Zielseite angeklickt wurde und wie hoch die Verweildauer des Nutzers auf ihr ist.

Wenn er aber durch einen mangelhaften Linktext gar nicht erst die Seite anklickt, entstehen diese für das Ranking bedeutsamen Effekte gar nicht erst. Darüber hinaus erkennen Suchmaschinenalgorithmen wie vorn erwähnt auch inhaltliche Zusammenhänge zwischen dem Linktext und der Zielseite. Eine gute Maßnahme für Optimierer, die gezieltes Linkbuilding betreiben, kann es sein, im Linktext einer Satellitenseite (Posting von Blogs aus, Pressebeitrag) das Hauptkeyword der Zielseite zu verwenden.

Wortwahl eines Linktextes

Ein Linktext kann ein einzelnes Wort (Keyword), eine Wortgruppe (Longtail-Keyword) und auch ein ganzer Satz sein, doch Letzteres führt zu Unübersichtlichkeit. Die Worte sollten natürlich ausfallen. Es ist technisch durchaus möglich, nur den Teil eines Wortes zu verlinken, doch das irritiert den Nutzer.

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