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Accessibility

Accessibility heißt Zugänglichkeit. Im Internet ist damit einerseits die Barrierefreiheit einer Webseite und andererseit ihre Lesbarkeit für die Crawler der Suchmaschinen gemeint. Beide Bereiche sind bedeutsam. Sie unterstützen die Usability und die SEO.

Praxis-Hinweis 2026
Wofür der Begriff heute nützlich ist

Accessibility ist vor allem dann relevant, wenn Sie Inhalte, Technik und Suchintention nicht isoliert betrachten, sondern als Teil einer sauberen Website-Qualität.

Worauf Site-Owner achten sollten

Wichtiger als die reine Definition sind prüfbare Signale, klare Prioritäten und die Frage, ob sich aus dem Thema konkrete Quick Wins für wichtige Seiten ableiten lassen.

So nutzen Sie den Artikel sinnvoll

Verwenden Sie diesen Eintrag als Entscheidungsgrundlage und prüfen Sie danach direkt Ihre betroffenen URLs, Templates oder Seitentypen mit den passenden Tools.

Accessibility für Nutzer

Webanwendungen sollten grundsätzlich allen Nutzen offenstehen, also auch denjenigen mit körperlichen und/oder geistigen Einschränkungen. Für Webseiten von deutschen Behörden ist die Barrierefreiheit vorgeschrieben, ähnliche Gesetze gibt es in fast allen Staaten der Welt. Private Webseitenbetreiber sollten diesem Trend folgen, weil sie damit

  • a) mehr Kunden erreichen,
  • b) ihre Reputation deutlich stärken und
  • c) SEO-technische Vorteile erlangen.

Google belohnt die Barrierefreiheit einer Webseite mit einem etwas besseren Ranking. Natürlich ist es nicht einfach, eine Webseite für User mit visuellen Einschränkungen zu gestalten. Die einfachste Methode bestünde darin, eine parallele Hörfassung anzubieten (sogenannter Screenreader), aber das ist nicht für jeden Nutzer nötig. Viele sehbehinderte Menschen sehen nur bestimmte Farben und Kontraste nicht, manche sind auch komplett farbenblind.

Wer die Seite solchen Personen zugänglich machen möchte, muss die betreffenden Störungen der visuellen Wahrnehmung wie etwa eine Rot-Grün-Schwäche kennen und sie beim Layout der Seite beachten. Schriften sollten generell kontrastreich und nicht zu klein sein. Wer mit kleiner Schrift viel Text unterbringen möchte, muss als Webdesigner darauf achten, dass sich Seitenbereiche komfortabel vergrößern lassen, ohne dass gleich der gesamten Text hinter den Rändern des Bildschirms verschwindet.

Text in nebeneinander angeordneten Spalten ist grundsätzlich nicht besonders nutzerfreundlich und übrigens auch auf dem Smartphone kaum lesbar. Außerdem gehört zur guten Zugänglichkeit auch eine leichte Menüführung. Darüber hinaus gibt es auch Einschränkungen für Menschen mit einer Hörbehinderung. Hier müssen wiederum Audiodateien untertitelt werden. Zusätzliche Closed Captions erwähnen zusätzliche Informationen (lustige Musik, Applaus, Stimmengewirr etc.). Für Menschen mit einem motorischen Handicap ist es wichtig, dass Buttons zum Klicken nicht zu klein sind. Auch sind bewegungssensible Hover-Links zu vermeiden.

Es gibt noch einige Methoden mehr für eine verbesserte Zugänglichkeit, die nicht nur Menschen mit einem Handicap, sondern auch etwa älteren Personen helfen. Dazu gehört beispielsweise das Vorlesen der Zeichenfolge auf einem Captcha, welcher der menschlichen Verifikation dient. Die dortigen Buchstaben und Ziffern sind ja bewusst so gestaltet, dass sie nur ein Mensch und kein Spambot lesen kann. Doch manchen Menschen fällt dies sehr schwer. Richtlinien für die barrierefreie Zugänglichkeit von Webseiten hat schon 1999 das W3C-Konsortium erlassen, das Webstandards definiert.

Accessibility für die Suchmaschinenoptimierung

Wer ein gutes Ranking für seine Webseite wünscht, muss darauf achten, dass sie von den Crawlern der Suchmaschinen gut gelesen werden kann. Dafür gibt es einige Grundregeln. Hier die wichtigsten:

  • Die Seite benötigt eine Sitemap mit internen Links zu den Untermenüs.
  • Wenn es Duplicate Content (doppelte Inhalte) auf der gesamten Seite gibt, so etwa auf der Startseite und in einem Untermenü, was inhaltlich legitim sein kann, sollten die internen Links Nofollow-Links sein. Google mag Duplicate Content nicht, doch Nofollow-Links verhindern dessen Identifikation auf einer einzigen Seite.
  • Eine logische inhaltliche Struktur hilft nicht nur den Nutzern, sondern auch den Crawlern. Auch sie verstehen H1- und H2-Überschriften, Absätze, Listen und Fettgedrucktes als Signal für eine logische Seitenstruktur.
  • Technische Hindernisse wie 404-Links sind strikt zu vermeiden. Auch eine Domain, die ohne und mit Trailingslash erreichbar ist, bedeutet für den Bot mehr Aufwand, was SEO-technisch nicht unbedingt belohnt wird.
  • Meta-Descriptions und Title-Tag gelten zwar als überholt, doch in der SEO-Szene wird auch im Jahr 2021 noch gemunkelt, dass sie nach wie vor nützlich sein könnten.

Es lässt sich noch wesentlich mehr beachten, um eine Seite für Nutzer und Suchmaschinen gut zugänglich zu machen. Dies ist nur ein grober Überblick.

Typische Fehler in der Praxis

  • Begriffe wie Accessibility werden oft nur theoretisch verstanden, aber nicht auf wichtige Seitentypen übertragen.
  • Teams optimieren einzelne Symptome, ohne die eigentliche Ursache in Struktur, Snippet, Indexierung oder Content-Zuschnitt zu prüfen.
  • Wichtige Änderungen werden umgesetzt, aber danach nicht mit echten URLs, Templates oder Search-Console-Daten validiert.

Schnelle nächste Schritte

So wird aus der Definition ein konkreter Prüf- und Optimierungsprozess für Ihre Website.

FAQ zu Accessibility

Ist Accessibility eher ein SEO-Thema oder ein UX-Thema?

In der Praxis meist beides. Gute Rankings entstehen selten isoliert, sondern aus verständlichen Inhalten, sauberer Technik und klaren Signalen für Suchmaschinen und Nutzer.

Wann sollte ich das Thema priorisieren?

Dann, wenn wichtige Seiten Sichtbarkeit haben, aber hinter den Erwartungen bleiben, oder wenn technische und inhaltliche Signale widersprüchlich wirken.

Wie gehe ich nach diesem Artikel sinnvoll weiter?

Prüfen Sie die betroffenen URLs direkt mit den passenden Tools, gleichen Sie das Ergebnis mit Search-Console-Daten ab und priorisieren Sie dann konkrete Änderungen statt allgemeiner SEO-Listen.

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