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Die 11 größten Fehler im Webdesign

Veröffentlicht am:
von Florian B.    Kommentare: (aktuell nicht verfügbar) Webdesign


Fixes Layout breiter als 1000 Pixel

Einer der optisch und technisch schlimmsten Missetaten, welche ein Webdesigner machen kann, ist ein fixes Layout, das mehr als 1000 Pixel in der Breite misst. Bei einer Überschreitung dieser Zahl um nur wenige Einheiten entsteht bei einer Bildschirmauflösung von 1024 Pixeln Breite, welche auch heute noch recht weit verbreitet ist¹, ein horizontaler Scrollbalken, was nicht unbedingt benutzerfreundlich ist. Dies gilt aber nicht nur für kleine Auflösungen: Auch wenn der Benutzer eine breitere Auflösung besitzt, heisst das nicht, dass er im maximierten Fenster oder Vollbild surft, denn womöglich benutzt er eine Sidebar im Browser oder hat mehrere Fenster nebeneinander offen. ¹ 21% mit Auflösung von 1024x768 oder weniger laut Statistik von w3schools, Januar 2010

Website-Header höher als 300 Pixel

Ein ähnliches Vergehen stellen Website-Header dar, die eine Höhe von etwa 300 Pixeln überschreiten, denn dies führt dazu, dass bei niedrigeren Auflösungen der Inhalt der Seite nicht auf Anhieb sichtbar ist. Der Benutzer muss in diesem Falle zuerst runter scrollen, damit er den Inhalt sehen kann.

K(l)einen Website-Footer

Umgekehrt ist es zu empfehlen, sich nach einer Mindesthöhe für den Footer der Website auszurichten. Wenn der Content bis ans untere Ende der Seite reicht und kein Footer vorhanden ist, wird der unterste Bereich an den Rand des Browserfensters bzw. Bildschirms "gedrückt", was für den Benutzer auf Dauer unangenehm ist.

Keinen Abstand zum Fensterrand

Dasselbe gilt für den Abstand des Inhalts zu den Seiten des Fensters. Wenn der Fliesstext gleich mit dem ersten Pixel vom linken Bildschirmrand beginnt, wird das Lesen genauso erschwert.

Zu breiter Fließtext

Zudem sei angemerkt, dass eine fixe Breite eines Fliesstextes dessen Leserlichkeit erleichtert, denn wenn der Text vom linken Fensterrand bis zum rechten Fensterrand reicht, wird die Orientierung während dem Lesen komplett zerstört. Nicht zuletzt deshalb haben Artikel in diversen Weblogs eine Breite von nur etwa 400 Pixeln.

Bild als Hintergrund

Ein weiterer Punkt bezüglich der Leserlichkeit eines Textes ist die Tatsache, dass es Webdesigner gibt, welche ein Bild oder Foto als Hintergrund verwenden. Hier wird der Leser nahezu gefoltert. Optimale Hintergründe sind entweder einfarbig, bestehen aus nicht allzu grellen Farbverläufen oder weisen leichte Muster auf. Aber es sei angemerkt, auf die Wahl der Farben zu achten, denn rote Schrift auf blauer Unterlage ist genauso schlecht fürs Auge.

Zu grosse Dateien

Ein fataler, technischer Fehler, den man machen kann, ist das Onlinestellen von nicht komprimierten Bildern, selbst wenn sie zu Design gehören. Zu grosse Dateien benötigen auch beim Client viele Ressourcen, was die Geschwindigkeit des Seitenaufbaus stark beeinträchtigen kann. Dieser Punkt ist ebenfalls Problematisch bezüglich Websites, die auf Adobe Flash basieren.

Zu viele Dateien

Ähnliches gilt für die Anzahl eingebundener Dateien bzw. Bildern. Eine grosse Menge an Dateien verursacht eine grosse Menge an Requests, was viel zusätzlichen Traffic verursacht. Eine durchschnittliche Anfrage (HTTP-Request) an einen Server beinhaltet rund ein halbes Kilobyte an Head-Daten. Wenn man mit vielen kleinen Grafiken arbeitet, lohnt es sich beispielsweise CSS-Sprites oder Imagemaps zu verwenden. Dies kann das Datentransfehrvolumen besonders im Hinblick auf die Anzahl Requests erheblich reduzieren.

Text als Grafik

Wenn man sich mit der Barrierearmut beschäftigt, fällt es immer wieder auf, dass es Webmaster gibt, die das Unmögliche vollbringen, den Text komplett auf Bilder zu schreiben ohne einen Alternativtext anzugeben. Erstens lässt sich solcher Text nicht optimal vergrössern und zweitens findet ein Blinder mit seinem Braille-Computer keinen Inhalt. Aber auch den normalen Benutzern wird beispielsweise das kopieren des Textes verunmöglicht. 

Zu vieles auf einmal

Aber nicht nur Personen mit eingeschränktem Sehvermögen können Probleme mit dem Auffinden des Inhalts haben. So existieren Websites, vorzugsweise Community-Portale, welche so aufgebaut sind, dass man den Inhalt erst einmal ausfindig machen muss. Dies kann vor allem dann geschehen, wenn auf einer Seite mehrere Navigationsbereiche vorhanden sind, geschmückt mit Werbeanzeigen und diversen Widgets.

Frameset

Zu guter Letzt stellen auch Framesets ein Vergehen dar, denn diese sind nicht nur bezüglich Suchmaschinenoptimierung nachteilhaft. Frames hindern technisch minderbegabte Besucher daran die aktuelle URL zu kopieren oder die Seite zu bookmarken, weil dann immer die Hauptseite anstatt der gewollten ins Frameset geladen wird.

Über den Autor

Florian B. ist schweizer Web-Entwickler und Betreiber der Entwickler-Seite floern.com. Ab Herbst 2010 studiert er Informatik an der ETH Zürich und wird voraussichtlich IT als berufliche Richtung einschlagen.