Tipps zum Geld verdienen mit einem Onlineshop

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von Gründerlexikon    Kommentare: (aktuell nicht verfügbar) Geld verdienen

Eine einfache Rechnung… oder?

Die Rechnung für den Gewinn bei einem Onlineshop ist einfach: Du kaufst ein Produkt für x Euro ein, schlägst deinen Gewinn drauf und verkaufst es wieder – fertig ist der Lebensunterhalt. So einfach ist es aber leider nicht. Es geht ja nicht nur um die Deckung des Einkaufspreises – du willst ja deinen Lebensunterhalt bestreiten. Sehen wir uns einmal an, welche Positionen anfallen können:

  • Miete/Raten für das Eigenheim
  • Versicherungen
  • Lebensmittel
  • Kleidung
  • Fahrzeug
  • Unterhaltung
  • Rücklagen
  • Einkommensteuer
  • u.v.m.

Wenn wir einmal von einem absoluten Minimum ausgehen, solltest du mit deinem Onlineshop mindestens 1.000 Euro Gewinn pro Monat erwirtschaften, um deinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Je nachdem wie du lebst, musst du eventuell auch wesentlich mehr erwirtschaften. Dies sind allerdings erst die privaten Ausgaben – du musst mit deinem Umsatz außerdem auch die betrieblichen Ausgaben abdecken. Hier sind beispielsweise zu nennen:

  • Personalkosten
  • Raumkosten
  • Versicherungen
  • Kraftfahrzeugkosten
  • Bürobedarf
  • Werbung
  • Betriebssteuern
  • Abschreibungen
  • u.v.m.

Die Rechnung sieht also (immer noch stark) vereinfacht folgendermaßen aus:

Kosten der privaten Lebensführung
+ Kosten des Betriebes
+ individueller Gewinnaufschlag = benötigter Umsatz

Du siehst also schon: Die ganze Planung von finanzieller Seite aus ist wesentlich umfangreicher als zunächst angenommen.

Wichtigstes Kriterium: Anzahl der Besucher

Das wichtigste Kriterium für den Erfolg eines Onlineshops ist die Anzahl der Besucher und insbesondere die Frage, wie viele davon tatsächlich eine Bestellung auslösen. Man geht in der Praxis von einer durchschnittlichen Bestellrate (auch Conversionrate genannt) von 0,5 Prozent aus. 

Das bedeutet, dass aus 1.000 Besuchern durchschnittlich fünf tatsächlich zu zahlenden Kunden werden. Zieht man dann noch nachträglich stornierte Bestellungen ab, bleiben vielleicht vier Bestellungen aus 1.000 Besuchern. Diese Rechnung zeigt schon, dass der Grundsatz gilt: Je mehr Besucher, desto näher kommst du dem Umsatz, den du für deinen Lebensunterhalt benötigst.

Möglichkeiten zur Besuchergewinnung

Es gibt viele Möglichkeiten, wie du an zusätzliche Besucher kommen kannst: Suchmaschinenoptimierung, Google AdWords-Anzeigen, Werbung in Newslettern und auf fremden Seiten, Bannerwerbung und vieles mehr. Welcher Methoden du dich bedienen willst, hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit du übrig hast. 

Wenn du beispielsweise in Foren oder Blogs aktiv sein möchtest, kostet dich das kaum Geld, aber jede Menge Zeit. Weniger zeitintensiv sind Werbeanzeigen. Allerdings sind sie teuer und ihr Erfolg ist meistens auch nicht garantiert.

Überlegungen vor der Shop-Gründung

Noch bevor du die Entscheidung triffst, ob du einen Onlineshop auf die Beine stellst, solltest du einige Überlegungen anstellen. Analysiere zunächst die Konkurrenz im Internet. 

Wie viele Onlineshops gibt es bereits, die das von dir verfolgte Konzept ebenfalls aufgreifen? Welches Preisniveau hat sich etabliert? Sind noch angemessene Gewinnspannen möglich oder ist bereits ein existenzieller Preiskampf ausgebrochen? Frage bei Herstellern oder Lieferanten an, zu welchen Preisen du einkaufen könntest und ob du durch die Handelsspanne deine Kosten decken und einen Gewinn erzielen könntest.

Zukunftsperspektiven und Strategie erstellen

Wirf auch einen Blick in die Zukunft. Überlege dir, wie sich dein Shopkonzept zukünftig entwickeln wird. Willst du ein Produkt verkaufen, das gerade einem Trend folgt? Das könnte Probleme bereiten, wenn die Welle der großen Nachfrage wieder abebbt. 

Überlege dir also auch eine Strategie, die fortwährend funktioniert und biete Trendprodukte zusätzlich dazu an. Der Blick in deine Zukunft sollte auch deine finanzielle Situation beleuchten: Wie lange hältst du es finanziell durch, wenn der Shop noch nicht genügend Umsätze abwirft?

Outsourcen oder selbermachen?

Wichtig für deinen Erfolg ist auch die Frage, ob du dir adäquate Hilfe suchen kannst, beispielsweise für Grafiken, SEO oder Texte. Wenn du alles alleine stemmen willst, solltest du dich schon jetzt auf 80 Stunden-Wochen einstellen.

Eines lässt sich abschließend auf jeden Fall festhalten: Mit einem Onlineshop verdient man nicht „einfach so“ über Nacht Geld. Vielmehr handelt es sich um echte, harte Arbeit und nur wer entsprechend investiert – nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Know-how – wird langfristig Erfolg haben.

Dieser Artikel wurde als weiterführender Text zum Fachbeitrag des Gründerlexikon Mit einem Onlineshop Geld verdienen, nichts leichter als das geschrieben, lese >> hierden gesamten Fachbeitrag vom Gründerlexikon.