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ThreadSonstige

Sicherheit - Strafbar nach §202c

Kategorie
Sonstige
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3
Verfasst von: ehemaliges Mitglied Datum: 23.05.2010, 15:52 Uhr
Archiv-KommentarArchiviert, nicht priorisiertSicherheit & Website-Stabilität

Redaktionelle Einordnung

Diese archivierte Diskussion behandelt Sicherheit - Strafbar nach §202c aus Sicht der Rubrik Security Sonstige.

Sicherheits- und HTTPS-Themen wirken heute direkt auf Vertrauen, Rendering-Stabilität und technische Risiken der Website ein.

Sinnvoll nutzbar bleibt der Thread vor allem als historischer Kontext, für typische Fragestellungen und zur Einordnung älterer Empfehlungen.

Einige im historischen Thread genannte Tools, Dienste oder externe Links könnten heute nicht mehr verfügbar oder inhaltlich überholt sein. Nutzen Sie sie bitte nur mit zusätzlicher Prüfung.

Startbeitrag

Archivierter Thread aus dem Seitenreport-Forum.

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ehemaliges Mitglied
Threadstart · Sonstige · 23.05.2010, 15:52 Uhr

Hallo alle miteinander,

da ja hier auf SR viel Verstand und Wissen vorhanden ist, möchte ich mal eine Frage stellen.
Im Web finde ich in letzter Zeit gehäuft Hinweise zu Tools, wie z.B. Keylogger, Virus-Constructio-Kits etc.
Es ist zwar i.d.R. kein Link angegeben, aber mit den Informationen im Text oder auf Abbildungen findet man dank Suchmaschine das entsprechene Objekt oft.

Ich frage mich nun, ob sich der Verffentlicher damit nicht nach §202c StGb (http://dejure.org/gesetze/StGB/202c.html ) strafbar macht?
Ich meine schon - aber im Endeffekt hängt es wahrscheinlich vom Richter und den Anwälten ab. Meinungen?

Beste Pfingsgrüße

Ralph

Antworten

3 Beiträge
gelöschter Benutzer · 23.05.2010, 18:15 Uhr
Antwort

Hallo Ralf,

Ddas ist wie immer Auslegungssache.

Meine Meinung:

Natürlich ist die Absicht des Publizisten klar und eigentlich strafbar.

Defakto wird dieser aber beteuern, dass er nur darüber infomieren wollte und keine bösen Absichten hatte - und wird dann schließlich "reumütig" den Inhalt abändern...

Also letztlich ein Witz.

Dann wird die Luft dünn für den Publizisten, wenn er mehrmals dabei "ertappt" wird, dann wird es wohl keine Ausreden mehr geben und der Richten kann "zuschlagen".

Viele Grüße,

Gabriel

romacron
JDev Xer · Content Gott (1224 Beiträge) · 23.05.2010, 19:17 Uhr
Antwort

Das ist wohl ne Gratwanderung.

Die Gegenbeispiel: Wenn ich einen Debugger wie Soft... habe, kann ich damit wunderbar "fehlerhafte" Programme wieder in Ordnung bringen. Nun kann hat mach auch die Möglichkeit die Passwortabfrage als einen Fehler zu interpretieren und diese auch gleich zu reparieren
Ist die Debugger-Software dann HäggasLiebling oder ein seriöses Werkzeug?

Damit die ganze Viren und Malwaregeschicht sich nicht immer so kryptisch anhört.

Jeder weiß, wenn er einem Hütchenspieler seine 50 Mäuse hinlegt- sind die weg.
Trage ich meine Tasche in der Metro nicht vor mir, büchst der Geldbeutel aus.

Wenn ich im Internet irgendwelchen Mist klicke, hab ich ein Problem.
Wenn ich keine Wächter im Rechner habe, wird der hijacked.

Für Deine Endlose Mühe in Sachen Sicherheit biete ich Dir den Pre-/Suffix
*Viro Lancer* an.

Um wieder auf den Pfad der Tugend zu gelangen. Es ist die Frage was man mit den "Malis" macht.

gelöschter Benutzer · 23.05.2010, 20:07 Uhr
Antwort

GRINS - Danke Roman!

Hätte ich nicht schon graue Harre,würde ich sie sicherlich bekommen.

Ich denke Ihr habt beide recht mit Gratwanderung und Auslegungssache! Danke für die Meinungen!

Hier bei SR unterhalten wir uns über SEO und anderes ... aber nicht weit weg ist "Seo Poisoning" - also das, was die "bösen" machen, um ihre Links zu Scareware (SW die so tut, als wäre sie ein Virenscanner; Aber keiner ist und nur Geld abzieht) möglichst weit oben in den Suchergebnissen zu plazieren ( www.petanews.de/sicherheit/gefahr-im-netz-was-ist-seo-poisoning/).



Was ist, wenn nun morgen einer §202d erfindet, der SEO-Manahmen unter Strafe stellt, damit dieses Poisoning aufhrt. Damit sind dann alle eine Risikogruppe!

Ich denke zwar nicht, das es jemals zu einem solchen § kommt - aber ich sehe halt mit einer gewissen Sorge, was es alles an Risiken gibt, die jeden von uns treffen knnen und teilweise nciht mal bekannt sind!
.
Noch ein letztes Beispiel ... wer bisher immer "einfach so" auf Kurz-URL\'S geklickt hat, mag sich mal den Artikel (http://scareware.de/2010/05/short-url-gefahren-long-url-add-ons/) von Andreas Winterer durchlesen. Danach sieht man Verkürzungsdienste auch in einem anderen Licht - nebenbei bemerkt, der Kollege hat was auf dem Kasten!

Beste Grüße & sicheres Surfen!

Ralph